Geldbloggen gescheitert- eine Auswertung

Viele Blogger bloggen nicht nur mit dem Gedanken die Welt bereichern zu wollen, sondern auch um damit vielleicht das ein oder andere Zubrot zu verdienen. Das ist durchaus legitim und funktioniert teilweise auch sehr gut wie man an den monatlichen Auswertungen sehen kann. Aber vor das Geld verdienen hat der liebe Gott nun mal in den meisten Fällen das Arbeiten gestellt.

geld verdienen mit blogs


Vor ungefähr einem halben Jahr zog also ein Blogger aus, um das Geld verdienen mit Blogs zu testen. Die Domain Geldkrieg wurde gesichert und das Experiment wurde gestartet. Kann man es schaffen mindestens einmal 1000$ in 12 Monaten zu erbloggen. Immerhin war im Monat Oktober kurzzeitig Licht am Ende des Tunnels, 400$ wurden erbloggt. Der November wurde allerdings gar nicht mehr ausgewertet, die Einnahmen waren wahrscheinlich wieder stark gesunken.
Nach 6 Monaten ist also Schicht im Schacht, das Experiment beendet mit dem Ergebnis. Man kann es schaffen, aber nur wenn man (Zitat):

  • hauptberuflich bloggt
  • mehrere qualitativ hochwertige Artikel am Tag schreibt
  • brandaktuell ist
  • umfangreichere und besser recherchierte Artikel als die Konkurrenz schreibt
  • und all dies über einen längeren Zeitraum hinweg

Diese Punkte sind nichts neues. Wer allerdings hauptberuflich bloggt, der kann von 1000$ (~780€) nicht leben oder ist unangemessen bezahlt, aber das ist eine andere Diskussion.
Geldkrieg hat es dennoch geschafft, die Blogosphäre teilweise aufzumischen. Das Thema, darf man mit Blogs Geld verdienen geisterte mehrfach durch die Atmosphäre. David hat vor allem aber auch nicht mit stupiden Artikeln um sich geworfen, sondern teilweise echt hochwertige Artikel produziert.Vergönnt wäre es ihm.
Das Problem ist nur im Gegensatz zu “normalen Blogs”. Geld verdienen Blogger ziehen Leute an, die Geld verdienen wollen- klingt logisch, ist aber schlecht für den Blogger. Gerade in Deutschland ist der Spartrieb doch sehr ausgeprägt, sodass diese Besucher wohl nicht die Umsatz-, Klickstärksten sind. Suchmaschinenbesucher bringen dahingegen mehr und klicken auch viel öfter. Die hochwertigen Artikel zum Thema Bloggen ziehen aber kaum Suchmaschinenbesucher an, da interessieren eher Nischenthemen bzw. Berichte über Startups, Musik, Trends & co.
Goodbye Moneyblogs
Ein gutes hat das Scheitern dennoch. David hat endlich mehr Zeit und vor allem die “Geld verdienen Blogwelle “wird aufhören bzw. deutlich abnehmen, vielleicht ist das besser als 1000$ im Monat. ;-)


10 Kommentare

  1. Uwe sagt:

    Tja, schade, aber das Experiment war an dem Tag zum Scheitern verurteilt, als er sich die erste “Auszeit” genommen hatte.
    Ich denke schon, dass man als hauptberuflicher Blogger genug Geld verdienen kann, allerdings benötigt es dann verschiedene Blogs die man unterhält und man darf sich nicht auf die Werbung als Einnahmequelle verlassen.

    Uwes letzer Blogeintrag: chilirec: 1,35 Millionen kostenlose Songs

  2. Chris [Reiffix] sagt:

    @Uwe:
    Ja, man hat zum Ende gemerkt, dass die Motivation abnahm.
    Die Artikel waren dennoch zum größten Teil sehr in Ordnung. Ich stelle mir halt die Frage, hätte er das ganze nicht als moneyblog ausgelegt, wäre er da nicht besser mit gefahren?

  3. Uwe sagt:

    Ich glaube ja.
    Erstens ist bzw. war das Thema ausgelutscht und zweitens kommts bei den meisten Lesern ja bestimmt nicht so gut an dass es so vordegründig nur ums Geld machen geht.
    Ich denke, das geht schon, vor allem wenn ich mir meine Zahlen der letzten Wochen und Monate anschaue und das bisschen Erfahrung die ich jetzt durchs Bloggen gewonnen habe, kann ich sagen, dass es geht. Ich würd die Wette sogar erhöhen und bei der Währung einen Euro statt Dollar dran pappen. ;-)

    Uwes letzer Blogeintrag: chilirec: 1,35 Millionen kostenlose Songs

  4. Alper Iseri sagt:

    Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand mit seiner Arbeit Geld verdienen möchte. Aber ein Projekt nur deswegen zu machen, um Kohle damit einzusacken ist gerade bei dem Thema Blogs ein rotes Tuch für mich. Das fällt dann bei mir unter die Kategorie Versicherungen, Pornos, Abzocke. Von solchen Seiten halte ich mich grundsätzlich fern.

    Geldkrieg jedoch war für mich etwas besonderes weil er offen ein Experiment gewagt und auch durchgezogen hat mit vielen Ideen, guten Beiträgen und eine Menge Input für mich als Leser. Schade daher in diesem Fall, dass der Blog nicht mehr weitergeführt wird…

    Alper Iseris letzer Blogeintrag: Werbung: Ferrero Rondnoir – Eine Perle, Tausend Emotionen

  5. fdb sagt:

    @alper: Bedeutet das, du liest auch keine Zeitung, kaufst kein Buch und siehst auch nicht fern? Die machen das auch nur, um Geld damit zu verdienen.

    fdbs letzer Blogeintrag: Fünf Punkte, an denen man ein Nischenblog erkennt

  6. Peter sagt:

    Ich sehe es eher so. Zur Beginn machte sich der David echt mühe mit sein Artikel. Es kam zumindest so das gut die Hälfte der Artikel in die ersten Monate gut waren.

    Nur macht er ein Fehler indem er sich eine recht lange Auszeit (fast 1 Monat nahm). Hier dachte er mit Gastbeiträge diese Lücke zu füllen. Nur ging dies in die Hose.

    Danach versuchte er mit jeden Menge zum teil aberwitzigen Artikel auf teufel komm raus Besucher zu bekommen. Nur war er da nicht mehr voll bei der Sache. Also ist sein Blog nicht erst im Dezember am ende gewesen sondern schon ende September.

    Ob eine andere Themenwahl vielleicht besser wäre, kann keine sagen. Wer weis vielleicht versucht jemand was ähnliches? Nur halt mit ein anderen Thema..

    Peters letzer Blogeintrag: Die Kunden konsumieren

  7. Pingback: Basic Thinking Blog | Geldbloggen-Projekt gestoppt, aber…

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  9. Pingback: Deutscher Starblogger verlässt die Bühne - David, Blog, Geldkriegde, Feedreader, Wenn, Arbeit, Exit, Abnehmer - Stefan Johne

  10. Michael sagt:

    Bloggen kann und darf sich auch auszahlen, wenn die Artikel selbst einen Mehrwert für den Besucher darstellen. Insbesondere bei Themen- und Nischenblogs kann sich dieser Mehrwert schnell einstellen, da entsprechende Artikel in den Massen-Print- und Onlinemedien schlicht oftmals nicht verfügbar sind. Dann lohnt sich die Nische für den Publisher und Leser gleichermaßen. Wir haben die Erfahrung gemacht dass möglichst einzigartiger und qualitativ guter Content durchaus Leser und Spaß für den Blogger gleichermaßen bringt. Wieso sollte dies nicht auch entlohnt werden?

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