Die Direktvermarktung ist für Blogger statistich gesehen die zweithöchste Einnahmequelle und nimmt immer mehr zu. Im ersten Teil habe ich erklärt, wie man Advertiser finden kann. Doch ohne richtige Platzierung und Vermarktung der Werbeflächen verschenkt man einiges Potenzial der eigenen Werbeflächen. Aus diesem Grunde geht es heute um die richtige Platzierung von Werbeplätzen und der geeigneten Preisfindung.

Prinzipiell ist die Direktvermarktung für alle Arten von Blogs offen, dennoch lohnt es sich nicht immer für Betreiber die Direktvermarktung zu starten. Wer einen reinen Trafficblog hat (mit SeoSpam a la Gina-Lisa, youporn oder sonstigem aktuellen Klatsch) der wird es wohl schwieriger haben die Direktvermarktung erfolgreich voranzutreiben, wieso auch. Mit Affiliateprogrammen Adsense Layer & co ist dieser schon gut beraten, ob die Direktvermarktung hier große Erfolge für den Advertiser hat bleibt zu bezweifeln, wer nach Youporn & co sucht wird sich sicherlich nicht für deinen (hoffentlich) High-Quality Blog interessieren.
Allerdings ist die Direktvermarktung grade für High-Quality Blogs und alltägliche Blogs eine perfekte Einnahmequelle. Oft entscheidet jedoch auch die Platzierung der Werbung und die Werbeformate über den Erfolg der Direkvermarktung, wer kauft als Advertiser schon den 10. Werbeplatz unterm Footer im 468*60 Format neben 2 Google Adsense Blöcken. Wohl kaum einer. Weniger kann eben mehr sein, vor allen Dingen auch mehr Geld und mehr Nutzen für den Advertiser.
Das wichtigste was man bei der Direktvermarktung nicht außer Acht lassen sollte(was leider viele tun!), bringe auch dem Advertiser nutzen. Wer 50 Euro im Monat für einen Banner auf deinem Blog ausgibt, der will auch Besucher und Nutzen daraus. Der Gedanken mit “Ich zieh dem Advertiser das Geld aus der Tasche” mag anfangs gelingen und vielleicht auch lohnend sein, aber spätestens wenn der Werbetreibende merkt, ich zahle hier für nichts, ist es vorbei mit der Direktvermarktung. So etwas spricht sich auch immer rum, zwar nicht bei allen, aber bei vielen, sodass das Wichtigste an der Direktvermarktung für ein erfolgreiches Gelingen die Zufriedenheit des Kunden ist. Gute Referenzen bringen auch mehr Kunden und rechtfertigen gute Preise, langfristig zahlt es sich aus!
Platzierung und Anzahl der Banner- gutes Beispiel/schlechtes Beispiel
Manche Blogger in Deutschland eifern amerikanischen Vorbildern nach, je mehr Werbung umso mehr Geld, umso besser. Das mag aus der Einnahmetechnischen Sicht stimmen, auf langfristige Sicht zahlt es sich eher nicht aus. Lieber weniger gut gesähte Werbebanner mit etwas höheren Preisen als 10 125×125 Banner auf der Homepage, schließlich soll der Advertiser auch noch einen Nutzen hiervon tragen.
Die Platzierung und Anzahl hängt jedoch auch ganz stark mit dem Aussehen des Blogs zusammen. Werbung im Header ist beim Betreten und Durchblättern der Seite zu sehen, beim Scrollen fällt diese schon einmal weg. Also sollte man bei der Direktvermarktung auch darauf achten, sinnvoll die Werbung zu verteilen. Ein überladener Header und keine Werbung in der Sidebar/ im Footer bringen einem Advertiser wenig. Wer mag schon in einem Wirrwarr von Werbung stehen, und nach einmaligen Scrollen ist die Werbung weg, dafür ist die Seite sonst komplett werbefrei. Verschenkte Werbemöglichkeiten, verschenkte Besucher an Advertiser.
Ein gutes Beispiel für die Platzierung der Anzeigen ist Selbststaendig-im-Netz:

Eine gute Werbung im Header, die auffällt. Ein Werbeblock der nicht stört über dem Artikel und einer unterm Artikel sowie kleine 125×125 Werbeblöcke in der Sidebar. Die Werbung ist da, stört nicht und zu jedem Zeitpunkt ist eine Werbung im Vordergrund. Keine Werbung verschwindet zwischen einem Wirr-warr aus anderer Werbung, Formate werden eingehalten(im Header mal abgesehen). Gutes Beispiel für eine gute Platzierung und die Direktvermarktung läuft auch gut. Selbstaendig-im-Netz konnte fast 400 Euro durch die Direkvermarktung einnehmen.
Ein eher schlechtes Beispiel für die Platzierung ist Geldkrieg:

Der Header ist zu überladen mit Werbung. Der Lamborghini als Werbeplatz fällt kaum auf, die Platzierungs ist zwar optimal, allerdings ist es das Werbemittel nicht. Ganze 7(!) Werbeplätze im Format 120×60 sind oben eingebaut, darüber noch Ebook Werbung und darunter Gewinnspielwerbung, sowie im Beitrag direkt darunter Tagesgeld News. In einem Bereich von 500px sind 11 Werbeplätze untergebracht. Die Gewinnspielwerbung ist meineserachtens absolut deplatziert und kann weg. Auch 7 Werbeplätze in der Größe von 120×60 sind etwas zu viel, wo soll ich denn da hinklicken. Dagegen ist die Sidebar total jungfräulich. Lese ich einen Artikel und scrolle etwas ist der Header verschwunden und mit ihm die bezahlte Werbung. Kompensiert werden die Miniwerbeplätze oben jedoch durch eine Erwähnung unter dem Artikel. Das ist lobenswert und gut. Dennoch denke ich, würdest du, David besser mit etwas weniger Werbung leben. Den Gewinnspielbanner raus, oben ausdünnen und etwas in die Sidebar verlagern, sollte Wunder im Geldbeutel und bei den Klicks der Advertiser wirken.
Endgültige 7 Tipps zur perfekten Platzierung und dem Format:
1. Weniger kann mehr sein. Nämlich mehr Klicks für deine Advertiser, mehr Geld für dich und mehr Freude für deine Besucher. Wer mag schon sich erstmal durch Massen an Werbung wühlen.
2. Werbeplätze auf der Homepage verteilen. Im Header, in der Sidebar und unter dem Artikel. Das reicht. Nur Sidebar, nur Header, ist auch ok, nicht übertreiben!
3. Richtige Werbeformate wählen. Vier 125×125 Banner in der Sidebar sind z.B. gut, auch wenn Stefan in seinem Video von dem Format abrät und lieber zu Größerem rät. Klar größer ist besser, hätte auch lieber 60€ statt 4×15€ für so ein Format in der Tasche, nur den Advertiser zu finden ist schwierig. Außerdem bedeutete das nicht zwangsläufig weniger Klicks und unzufriedenere Kunden.
4. Keine Werbeformate wie 324×124 oder ähnliches, es sei denn du übernehmst die zusätzlichen Grafikerkosten. Standards! Standards! Standards!
5. Kreativ sein. Geldkriegs random Einblendungen unterm Artikel für Direktkäufer sind kreativ und gut. Kreativität zahlt sich aus!
6. Werbung soll ins Auge fallen aber nicht nerven. So sollte das auch bei der Direktvermarktung sein. Also bitte auf Layer etc. verzichten, du willst doch deine Stammleser behalten oder?
7. Anders als andere werben! Warum nicht mal Werbung nur für Stammleser? Mit Whoseesads kann man einstellen, wer Werbung sehen soll. Wie wäre es, wenn alle Werbung sehen, aber nach 3 maligem Besuch der Seite persönlich mit Stammleser angesprochen und beworben werden, höhere Conversions/Klicks sind sicherlich garantiert!
Was hälst du von den Tipps? Wie vermarktest du dich…? Wie sollte man einen geeigneten Preis finden für Werbung? Sag mir deine Meinung!

Grundsätzlich bin ich deinen Meinung – weniger ist manchmal mehr.
Manche Blogger übertreiben es auch indem die neben etliche Direkt Werbungen noch massig AdSense einbauen. Das sich dies auch manchmal “beißt” wollen die wenigsten begreifen.
Überhaupt sollte ´Direktvermarktung nur dazu dienen ein teil der Gesamteinnahmen zu erzielen. Hier können wir auch von die internationale Topp Blogger lernen. Diese erwirtschaften den Großteil ihr Einnahmen auf anderen Wege.
Peters letzer Blogeintrag: Erst Finanzkrise, jetzt auch Autokrise?
@Peter:
Welchen Weg für die Amis meinst du? Affiliate?
Guter Beitrag
Weniger ist IMMER mehr
@Chris,
Nicht alleine nur Affiliate, sondern auch andere Möglichkeiten. Eigene Produkte vorstellen und verkaufen, Trainings Programme, etc.
Es sollte nicht heißen, Keine AdSense, Direktvermarktung o.ä sondern eher eine gesunde Mischung daraus.
Wichtig ist auch damit ein Blog nicht zum Werbefriedhof wird, darauf zu achten nur solche arten von Werbung zu manchen die wirklich was bringt. Wenn ich aber sehe wie manche verbissen AdSense einsetzen neben andere Werbeformen und nicht erkennen das die € 10 auf AdSense eigentlich für die Katz sind dann wundert ich mir schon.
Es würde ich andere Möglichkeiten anbieten z,B ein eigene Live Shop. Hier bietet man am Tag zwar immer nur ein Artikel an, an wechselt diesen täglich ab, aber diese Artikel ist sowohl sasional gut platziert wie auch mit ein guten preis versehen. Wenn ein Blog jetzt auch noch gute Besuchszahlen hat, kann man durch gelegentliche Bericht Erstaatung erreichen das mehr Leute auf den Live Shop Angebot aufmerksam werden. Es gibt noch etlich andere Möglichkeiten Geld zu verdienen ohne den eigene Blog als Werbeablage zu missbrauchen.
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